Das Geheimnis des Weihnachtssterns

Im Moment sieht man Sterne – wohin man auch schaut. Doch obwohl er überall zu sehen ist, wissen nicht alle, was der Stern mit dem Weihnachtsfest zu tun hat. Denn nur wenige kennen die Weihnachtsgeschichte, in der auch der Stern vorkommt. Die Geburt des neuen Königs der Juden stand unter einem ganz besonderen Stern. So wird es in der Bibel erzählt. Dieser Stern soll am gleichen Tag aufgegangen sein und den genauen Ort angezeigt haben. So haben dann wenige Tage später auch die gelehrten Männer aus dem Morgenland, die auch als Heilige Drei Könige bekannt sind, den Stall mit der Krippe und dem neugeborenen Kind darin gefunden. Wenn man einen Stern darstellt, malt man ihm Zacken. Das ist doch klar. Manchmal sind es vier oder fünf, es können aber auch viel mehr sein. In Wirklichkeit haben Sterne aber überhaupt keine solchen Zacken. Wenn du einen hellen Stern betrachtest und dabei die Augen zu einem engen Spalt zusammenkneifst, wird das Licht gebrochen und es sieht so aus, als würden sternförmig von ihm Lichtstrahlen ausgehen. Das funktioniert im Dunkeln übrigens auch mit Kerzenflammen, Straßenlaternen oder anderen Lichtquellen. Mit etwas Fantasie sieht es dann so aus, als hätte der Stern Zacken. Die Weihnachtsgeschichte ist in der Bibel im Matthäus-Evangelium aufgeschrieben. In dieser Geschichte wird auch immer wieder von einem besonderen Stern erzählt. Sterndeuter aus einem fernen Land folgten ihm, weil sie ihn als Zeichen für die Geburt eines neuen Königs deuteten. Der Stern wies ihnen den Weg nach Israel. Der damalige jüdische König Herodes war darüber sehr beunruhigt und befragte seine Berater über diesen König, der ihm möglicherweise gefährlich werden könnte. Die Schriftgelehrten sahen in den alten Schriften nach und entdeckten, dass es wirklich eine solche Erscheinung vor der Geburt eines neuen Königs geben würde.

Text/Illustrationen: Christian Badel