Verabschiedung von Pfarrerin Angela Wolter
Liebe Gemeinde !!!
Nach acht Jahren im Gemeindepfarrdienst auf der Pfarrstelle Bad Dürkheim II und Grethen nehme ich Abschied.Zum 1. Januar 2026 werde ich als Krankenhausseelsorgerin auf der Pfarrstelle amDiakonissen Krankenhaus Bad Dürkheim Dienst tun. Es waren abwechslungsreiche, bunte, auch Mal herausfordernde Zeiten, in denen ich in allen Bereichen unserer Gemeinde tätig sein konnte.
Die Begegnungen mit vielen Menschen in der Gemeinde- und Kasualseelsorge, die Zusammenarbeit im Pastoralteam, mit den Presbyterien in DÜW und in Grethen, mit der Juze und mit den KollegInnen in der Stadtregion, in der Ökumene, mit den Seniorenheimen, in den Schulen, mit der Lebenshilfe, das bunte Gottesdienst- und musikalische Programm, die Kooperation mit Chören und Organisten bzw. Kantoren, der Prozess rund um die Sanierung der Schlosskirche, die Sanierung des Kirchendaches in Grethen, die Zusammenarbeit mit dem Grethener Verein ProKiG, der zugunsten der Kirche seit drei Jahren ihren einen Weihnachtsmarkt betreibt, usw …. Der Dienst hier war eine Erfahrung reicher Fülle und Vielfalt!
Ebenso die vielen Begegnungen mit und das Vertrauen von Menschen, die ich persönlich ein Stück Weg seelsorgerlich begleiten durfte, haben mich tief beeindruckt und beschenkt.
Vor allem in Grethen habe ich lernen können, wie Ehrenamtliche „am Ball bleiben“ – beharrlich und unerschütterlich – auch wenn mal „Saure Gurken Zeit“ angesagt war.
JA, die gab es natürlich auch mal. Wobei ja „saure Gurken“ auch ein gutes Vorzeichen sein können. Es heißt, wenn eine Frau ein Kind erwartet, kann sie schon mal Heißhunger auf saure Gurken bekommen…
Mit dem Leben in einer Kirchengemeinde kann das ganz ähnlich sein.
Nach einer Zeit, wo man schon glaubte, dass die Gottesdienste immer leerer, die Gruppen und Kreise weniger nachgefragt sind, tut sich auf einmal wieder etwas, Menschen kommen doch wieder zusammen in die Kirche, zu den Veranstaltungen – das Leben ist wieder da! Das kann und das wird auch immer so bleiben – diese Zuversicht nehme ich aus meiner Zeit in Bad Dürkheim und Grethen mit!
Das Vertrauen darauf, dass Gott, dass Jesus Christus, das Fundament unserer Gemeinschaft, seiner Kirche immer wieder neues Leben einhaucht, das wünsche ich darum auch den Menschen „meiner“ Kirchengemeinden von ganzem Herzen, ebenso aber auch allen, denen Kirche und Gemeinde am Herzen liegt.
Ich wünsche uns allen, dass wir bei Allem, was wir als Christen und Christinnen tun oder lassen, uns vom Wort Gottes, das die Mitte unseres Glaubens ist, leiten lassen, zum Beispiel vom Losungswort für den Dezember dieses Jahres:
„Gott spricht: Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet,
soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln.“
(Prophetenbuch Maleachi, 3,20)
In diesem Sinne: Liebe Grüße!
Angela Wolter